Foodie guide to Riga

 

Throwback to May 2003, Eurovision Song Contest in Riga. Ja, ich hab ihn damals geschaut (peinlich, peinlich, I know), nein, wer gewonnen hat, weiß ich nicht mehr. Was mir aber seitdem noch in Erinnerung ist, sind die wunderschönen Aufnahmen aus Riga.

Vierzehn Jahre später hab ich es endlich selbst nach Riga geschafft. Vier volle Tage habe ich in der großartigen Stadt verbracht und selbst Nieselregen und winterliche Temperaturen konnten meine Begeisterung darüber trüben können. Riga ist zum Verlieben, soviel steht fest!  


 


 



Flüge, Transport & Preise

Flüge von Wien nach Riga sind (aktuell) recht günstig. Bei airBaltic gibt es Tickets für März bereits ab 95 Euro. Vom Flughafen in die Stadt gehts mit dem Taxi um nur 15 Euro. Man kann aber auch mit dem Bus 22 oder dem Mikrobus 222/22. Der Mikrobus ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Ich nutze die kleinen Transportbussen aber sehr gerne. Bereits während meines Auslandsemesters in Wolgograd bin ich oft damit gefahren, denn sie sind schnell und günstig. Der Charme der Chauffeure ist dafür leicht gewöhnungsbedürftig. ;-) Die Fahrt von Flughafen in die Altstadt von Riga kostet mit dem Mikrobus 2 Euro und dauert ca. 20 Minuten.



Airbnb oder Hotel?

Wer Airbnb gern nutzt, wird sich aktuell über die vielen, schönen Angebote für Riga freuen. Charmante Apartments mitten in der Altstadt gibt es beispielsweise im März für 2-4 Personen und bei 3 Nächten bereits zum Gesamtpreis von 132 Euro. Günstiger und auch noch gut gelegen wohnt man in Zentral-Riga, z.B. im Rixwell Hotel „Gertrude“ wie ich, wenn man sich ums Frühstück keine Sorgen zu machen will. Um 128 Euro war diese Sorglosigkeit auch noch ein richtiges Schnäppchen. 

Das Frühstücksbuffet in diesem Rixwell-Hotel – es gibt mehrerer – ist klassisch, aber vielseitig und das auch für VegetarierInnen. Bei veganer Ernährung sieht es leider mau aus, daher vorab lieber mal diesbezüglich eine Anfrage schicken. Das Hotel-Team ist sehr nett und die Lage wie gesagt so gut, das man alles problemlos zu Fuß erreicht. Auch der Bahnhof ist nicht weit. Die 30-minütige Fahrt nach Jūrmala ans Meer um € 2,80 (hin und retour!) empfehle ich übrigens sehr. Sogar (oder vielleicht gerade) im Winter. Ein Ticket nach Jūrmala könnt ihr easy hier online kaufen.



„Sveiki!“

…heißt „Hallo!“ auf Lettisch. In Riga sagen aber auch viele „Privet!“. So sagt man „Hallo!“ auf Russisch, was die Muttersprache von 41% der Bevölkerung Rigas ist. Als erste Fremdsprache wird an den Schulen Englisch gelehrt, was in Riga überall verstanden und sehr gut gesprochen wird.

Da ich Russisch studiert habe, freue ich mich über jede Gelegenheit, die sich zu einem kleinen Russisch-Wortwechsel bietet. Im Netz oder in Reiseführern wird allerdings eher davon abgeraten, die Menschen in Lettland auf Russisch anzusprechen, da aufgrund der politischen Vergangenheit die russische Sprache für viele Lettinnen und Letten negativ behaftet ist. Am besten erst einmal abwarten und abchecken, wer der/die GesprächspartnerIn ist, ein/e Russisch- oder Lettisch-MutersprachlerIn.


Rigas Centrāltirgus 

Am Zentralmarkt hab ich mich endgültig nach Wolgograd in mein Auslandssemester zurückversetzt gefühlt. Ramsch und Geschimpfe, Handarbeiten, großartiges Selbst-Eingelegtes und Eingekochtes sowie frisches Obst, Gemüse, Milchwaren und Gebäck. Ok. Und auch Fleisch. Das gibt’s natürlich auch.




Der Markt hat täglich ab 07:00 Uhr geöffnet und schließt um 18:00 Uhr – außer sonn- und montags, da bereits um 17:00 Uhr. Ein Besuch ist wirklich absolut lohnenswert! Egal ob geführt oder allein, den Rigaer Zentralmarkt muss man gesehen und auch das eine oder andere, das es hier gibt, probiert haben. Zum Beispiel vom eingelegten Gemüse oder der hausgemachten Warenje, die ich ja besonders liebe.




Kaffee & Essen in Riga

Die Cafés und Restaurants sind in Riga deutlich günstiger als bei uns. Ein mittlerer Soja-Cappuccino im Coffee Inn kostet gerade mal 2,15 Euro. Das gleiche gilt fürs Essen. Egal, ob im indischen Restaurant, dem veganen Rohkost-Lokal oder der Restaurantkette Lido, überall stechen einem die günstigen Preise ins Auge. Für das indisch-asiatische Essen bei Singh’s haben wir für 2 Hauptspeisen und vier Portionen des hausgemachten Tees knapp 30 Euro bezahlt. Im veganen Raw Garden waren es sogar nur rund 24 Euro für zwei heiße Ingwer-Cranberry-Aufgüsse, eine Rohkostlasagne, eine große Schale Kale-Karotten-Salat und die fantastische vegane Soljanka.





Raw-Garden


Am günstigsten war das Essen in einem der Restaurants der Self-Service-Kette Lido. Gerade mal 17 Euro kosteten dort 2 Hauptspeisen, zwei Salate (vom großen Buffet), ein kleine Flasche Mineralwasser und ein Glühwein. Das Essen schmeckt dabei ganz hervorragend, dafür fehlt es am Ambiente, was bei diesen Preisen aber in Ordnung geht.


Fazit

Ein Trip nach Riga ist wirklich ein Muss! Die Stadt ist einfach großartig und tatsächlich auch etwas für den schmalen Geldbeutel. Es gibt wirklich viel Tolles zu entdecken, interessante Sehenswürdigkeiten und Museen (zu Preisen um die 3-5 Euro!), Parks zum Schlendern, Bars und Shops. Riga im Frühjar/Sommer 2017 – why not?!


PS.: Inzwischen hab ich auch herausgefunden, wer 2003 den ESC gewonnen hat: Türkei.

https://youtu.be/YY2hNW0RMs4

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