Hummus Classic

„Haha, Aiman! Plötzlich sind hier alle ganz verrückt nach Hummus während wir ihn quasi schon mit der Muttermilch aufgesogen haben!!“  – „Haha! Ja, stimmt.“


Als Halbägypter begegnet Aiman dem Hype, der hierzulande um die orientalische Küche gemacht wird, mit stoischer Gelassenheit und auch Ariela, seine beste Freundin, hat darüber in oben angeführter Art nur lachen können, als sie unlängst zu Besuch war. Ariela ist Jüdin und teilt dadurch mit Aiman neben seinem Faible für Sneaker und Hip Hop die Verbindung zur orientalischen Küche und Kultur. Hummus flasht die beiden demnach so sehr wie mich Liptaueraufstrich. Das soll nicht heißen, dass sie ihn nicht mögen (oder ich Liptauer). Im Gegenteil! Vielmehr ist es so, dass Hummus zu Mezze gehört wie der Liptauer zu einer gescheiten Brettljausn.


Hummus Classic – die Königsklasse

Was ein guter Hummus ist und was nicht, ist natürlich Geschmackssache, wobei Aimans Geschmack im Fall von Hummus für mich schon etwas mehr zählt als vielleicht sonst. Bislang mochte er zwar alle meine Hummus-Kreationen, allerdings waren die stets mit diversen Flavours versehen, wie der Steirer-Hummus oder der Rote-Bete-Hummus. Vor der Königsklasse, dem Hummus Classic, hatte ich mich bislang gedrückt…



Mut zur Einfachheit

Es hat mehrere Anläufe gebraucht bis ich das perfekte Rezept für den klassischen Hummus hatte, aber nun ist es soweit und es ist erstaunlich einfach. Die 1. Regel lautet: „less is more“ und gilt, wenn es um Knoblauch und  Zitrone geht. „Von etwas Gutem gibt es nie zuviel“, heißt die 2. und meint Olivenöl und Tahina. Die richtige Menge von beidem macht den Hummus nicht nur geschmeidig, sie verleiht ihm erst seinen typischen Geschmack. Mit „richtige Menge“ meine ich  im Übrigen „ordentlich viel“ (s. auch Hinweise der Rezeptkarte). Echter Hummus ist keine Diätkost, soviel steht fest. Vielmehr ist er gesund nahrhaft.


Klassischer Hummus mit Za’taar

Serviert wird der Classic Hummus, wie es sich gehört, mit etwas Olivenöl (und mit „etwas“ meine ich wieder „ordentlich“). Oft wird noch mit frisch gehackter Petersilie garniert. In Ägypten wird stattdessen auch gerne Za’taar genommen. Ich liiiiebe Za’taar und gebe deshalb eine ordentliche Portion davon auf den Hummus. Dazu etwas Brot oder rohes Gemüse zum Dippen bereitstellen und schon ist ein herrliches Frühstück serviert, der Office Lunch „to go“ vorbereitet oder das Abendessen fertig. Hummus geht nämlich all day every day!


Rezept

Portionen
2 Vorratsgläser à 370 ml (z.B. von Weck)
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 2 Stunden oder über Nacht
Portionen
2 Vorratsgläser à 370 ml (z.B. von Weck)
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 2 Stunden oder über Nacht
Portionen
2 Vorratsgläser à 370 ml (z.B. von Weck)
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 2 Stunden oder über Nacht
Portionen
2 Vorratsgläser à 370 ml (z.B. von Weck)
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 2 Stunden oder über Nacht
Zutaten
  • 480 g gegarte Kichererbsen (s. Rezepthinweise)
  • ca. 6 EL Tahina (z.B. von Baktat, Alwadi; s. Rezepthinweise)
  • 1/2 - 1 Stk Zitrone
  • 1-2 Stk Knoblauchzehe
  • ca. 8 EL gutes Olivenöl
  • 200 ml Wasser
  • ca. 1/2 TL Himalaya-Salz
  • 1/4 TL Cumin (optional; s. Rezepthinweise)
  • Za'atar und extra Olivenöl zum Garnieren (optional)
Portionen: Vorratsgläser à 370 ml (z.B. von Weck)
Einheiten:
Anleitungen
  1. Die Zitrone halbieren und auspressen. Knoblauchzehen schälen und hacken. Kichererbsen in ein Sieb abgießen und unter fließend Wasser waschen.
  2. Alle Zutaten mit einem Mixer zu einem cremigen Hummus verarbeiten. Den fertigen Hummus mindestens 2 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren mit nach Belieben mit Za'atar und Olivenöl garnieren.
Rezept Hinweise

Im Idealfall kocht man man die Kichererbsen selbst und bestenfalls befreit man sie dann auch noch von der Schale. Meiner persönlichen Meinung nach kann man aber schon mal vorgegarte Kichererbsen. Das Schälen ist eine Fleißaufgabe, die ein dickes Sternchen verdient.

Die benötigte Menge an Tahina, Öl und Wasser variiert mitunter. Die Wahl der Marke ist ebenso entscheidend wie die Leistung des Mixers. Tahina hab' ich mittlerweile verschiedenste verwendet. Zum meinem bevorzugten HerstellerInnewn zählen Baktat oder Alwadi, da sie ein schönes Sesamaroma haben und sehr fein sind. Im Fall einer dickeren Sorte Tahina braucht man mehr Flüssigkeit.
Was die Mengen an Zitronensaft und Knoblauch angeht, rate ich zur Vorsicht, sonst schmeckt der Hummus schnell zu sauer oder nur noch nach Knoblauch, denn durch das Ziehen intensiviert sich der Geschmack bzw. bildet er sich erst heraus. - Nachwürzen kann man immer!
Cumin kann man machen, muss man aber wirklich nicht. Bei klassischem Hummus ist weniger einfach mehr (ausgenommen Olivenöl).
Das Olivenöl sollte wirklich eine gute Qualität haben! - Es verleiht dem Hummus zusätzlich Geschmack.


Guten Appetit!

 

Keine Kommentare

    acht + drei =