Rotkraut mit Maroni im Blätterteig

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Die Idee Maroni ins Rotkraut zu geben, hab‘ ich von meinem Papa, ein echter Chef, wenn es um die heimische Küche geht. Das kommt nicht von ungefähr, denn Papas Eltern, meine Großeltern, hatten ein Wirtshaus. Papas Spezialität sind eigentlich deftige Fleischgerichte, aber mit diesem Rotkraut hat er auch mir als Vegetarierin eine mächtige Gaumenfreude bereitet! Der Star meines Hauptgangs am diesjährigen Weihnachtsabend ist deshalb ein Blätterteig-Strudel mit Rotkraut und Maroni. Getestet hab‘ ich das Rezept bereits als Party-Snack bei unserem vorweihnachtlichen Glühweintrinken und alle waren begeistert! :-)


Deftige Festtagsküche kann auch vegetarisch

Viele assoziieren vegetarische oder vegan Küche immer noch mit leichter Küche oder gar Diätkost. Das stimmt so jedoch nicht, denn vegetarisch/vegan ist per se nicht leicht oder nur gesund. Wie bei der fleischlichen Küche ist die Art der Zubereitung entscheidend und natürlich kann man auch vegetarische und vegane Gerichte kochen, die in die Kategorie „deftig“ oder „herzhaft“ fallen. Solche Gerichte sind zwar nicht das, was ich täglich essen möchte, aber hin und wieder und vor allem an Weihnachten und anderen Festtagen, mag ich sie sehr gerne. Da sind sie für mich sogar ein Muss. Es ist halt erst wirklich Weihnachten, wenn man nach dem Essen ein schweres, aber zufrieden Seufzen ausstößt. Drum gibt’s bei uns auch einen herzhaften Rotkrautsstrudel mit leicht glacierten Maroni zum Safran-Pilaw und Rosenkohl. Allein beim Gedanken daran muss ich seufzen…;-)


Das Tolle an diesem Gericht ist, dass es ganz einfach auch vegan und glutenfrei wird, indem man statt Butter ein Pflanzenfett und anstelle des „normalen“ einen glutenfreien Blätterteig (z.B. von „Schär“) nimmt. Praktisch ist das Gericht außerdem, denn das Rotkraut kann schon tags zuvor vorbereitet werden.


Rezept

Portionen
2 Strudel
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 45 Minuten (15 Minuten zum Abkühlen des Rotkrauts und ca. 30 Minuten Backzeit)
Portionen
2 Strudel
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 45 Minuten (15 Minuten zum Abkühlen des Rotkrauts und ca. 30 Minuten Backzeit)
Portionen
2 Strudel
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 45 Minuten (15 Minuten zum Abkühlen des Rotkrauts und ca. 30 Minuten Backzeit)
Portionen
2 Strudel
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 45 Minuten (15 Minuten zum Abkühlen des Rotkrauts und ca. 30 Minuten Backzeit)
Zutaten
  • 2 Stk Blätterteig (fertig: bei Bedarf glutenfrei von Schär; vegan von Tante Fanni)
  • 500 g Rotkraut (gehobelt; ca. 1 mittlerer Kopf Rotkohl)
  • 150 g Apfelstücke (2 kleinere Äpfel; hier: Sorte "Kronprinz")
  • 100 g Apfelmus
  • 35 ml Aceto di Balsamico
  • 2 (+1) EL Ahornsirup
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 45 g Schalottenzwiebeln (gehackt; 4-5 Stück)
  • 1 Stk Zimtstange
  • 2 Stk Gewürznelken
  • 2 Stk Wacholderbeeren
  • 1 Stk Lorbeerblatt
  • 1 TL Himalaya-Salz
  • 1/2 TL weißer Pfeffer
  • 1 Prise Piment
  • ev. Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • 200 g Maroni (fertig gegart im Glas oder Vakuumpack gekauft)
  • 30 (+20) g Butter (vegan Alternative z.B. pflanzliches Ghee oder Alsan; ersatzweise Olivenöl)
  • 1 Stk Bio-Freilandei (optional; für vegane Variante einfach weglassen)
Portionen: Strudel
Einheiten:
Anleitungen
  1. Den Rotkohl vierteln, die äußeren Blätter und den Strunk entfernen. Den Rotkohl in feine Streifen hobeln. Etwas salzen, durchkneten und beiseite stellen.
  2. Zimt, Nelken, Lorbeer, Wacholder in einen Teefilter geben und mit Küchengarn zubinden.
  3. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Äpfel waschen, schälen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Die Butter in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Rotkraut zu den Zwiebeln geben und andünsten.
  4. Wenn das Rotkraut allmählich zusammenfällt, die gewürfelten Äpfel dazugeben und gut mit dem Rotkraut mischen. Mit Essig ablöschen und mit Gemüsebrühe aufgießen. Den Teebeutel mit den Gewürzen dazugeben und mit ca. 1 TL Salz würzen.
  5. Das Rotkraut einmal aufkochen lassen und zugedeckt bei milder Hitze 30 Minuten schmoren. Dann offen 10-15 Minuten weitergaren, damit der Sud einkocht.
  6. Während das Rotkraut offen weiter kocht, in einem kleinen Topf ca. 10 g der verbleibenden 20 g Butter schmelzen. Die Maroni dazugeben und kurz garen. Den zusätzlichen 1 EL Ahornsirup dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Die Maroni zum Rotkraut geben. Den Gewürzbeutel entfernen. Die letzten 10 g Butter ebenfalls zum Rotkraut geben. Ein paar Mal gut durchrühren und eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Das Rotkraut leicht abkühlen lassen. Den fertigen Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen. Ca. 10 Minuten warten. Den Blätterteig aus der Packung nehmen und einmal der Länge nach halbieren. Die Füllung längs, mittig auftragen. Die andere Hälfte aufsetzen und die Ränder der beiden Teilhälften fest drücken. Mit einem verquirltem Ei bestreichen und für ca. 25 Minuten im vorgeheizten Backrohr, bei 200 °C, Ober-/Unterhitze goldbraun backen.

Gutes Gelingen!

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