Simply Letscho

  • Letscho, veganes letscho, letschogemüse, vegane rezepte, gemüserezepte, foodblog österreich, veganer foodblog, vegetariscer foodblog, rezepte mit paprika, reisgerichte

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie klingt das Wort „Letscho“ nicht besonders gut. L-e-t-s-c-h-o. Klingt ungehörig einfach, beinahe unengagiert und lieblos. „Paprika-Ragout“ hört sich gleich ganz anders an, oder? Viel aufwendiger, gehobener und viel französischer. Aber was solls? Unerhört einfach ist es ja auch, nämlich in der Zubereitung. Und wenn etwas so gut schmeckt wie ein Letscho, dann ist es eigentlich auch wurscht wie es heißt. Gut, Leute aus dem Marketing mögen da jetzt widersprechen, aber auch die müssen anerkennen, dass die Computerbranche maßgeblich von einem Unternehmen bestimmt wird, das nach einer Obstsorte benannt ist. Ein Letscho ist nun einmal schlicht und ergreifend ein Letscho und wirklich ein wunderbar wohlschmeckendes Gericht aus Paprika und Tomaten, das schnell zubereitet ist, gesund und eine unglaubliche Aromatik hat. 


Das passt dazu…

Als Beilage wird zu Letscho in der Regel Reis serviert, ein paar knusprige Scheiben frisch gebackenes Brot passen aber ebenfalls sehr gut. An heißen Sommertagen schmeckt Letscho auch als kalt ganz hervorragend und/oder ist auch eine tolle Begleitung für Gegrilltes. Also, am besten die Paprika für den nächsten Grillabend zur Abwechslung mal als Letscho servieren anstatt sie auf den Grill zu legen.


Rezept

Portionen Vorbereitung
4-6 Personen 5 Minuten
Kochzeit
20 Minuten
Portionen Vorbereitung
4-6 Personen 5 Minuten
Kochzeit
20 Minuten
Portionen Vorbereitung
4-6 Personen 5 Minuten
Kochzeit
20 Minuten
Portionen Vorbereitung
4-6 Personen 5 Minuten
Kochzeit
20 Minuten
Zutaten
  • 6 Stk Spitzpaprika (3 rote, 2 gelbe; in Stücke geschnitten 500 g)
  • 1-2 Stück rote Zwiebel (halbiert und in Scheiben geschnitten 200 g)
  • 2 Stk Knoblauchzehe (gehackt 1 EL)
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Paprikapulver "Edelsüss"
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Chilipulver
  • 1/2 TL Kokosblütenzucker
  • Pflanzenöl zum Braten
  • Salz zum Würzen
  • 1 Glas/Dose à 400 g Tomaten im eigenen Saft (alternativ: Tomaten-Polpa)
Portionen: Personen
Einheiten:
Anleitungen
  1. Die Paprika waschen, entkernen und in Streifen schneiden. (Für ein ganz feines Letscho, kann die Paprika auch geschält werden. Dazu muss man aber deutlich mehr Zeit rechnen, denn, damit sich die Haut von der Paprika ziehen lässt, muss sie im Ofen gebacken werden. Mehr dazu unter Rezepthinweise)
  2. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. In einen Brattopf oder einen Pfanne mit Deckel etwas Öl erhitzen. Zwiebel und Paprika mit den Gewürzen und dem Kokosblütenzucker für einige Minuten sachte darin anbraten. Den Knoblauch hinzufügen und salzen.
  3. Sobald der Knoblauch sein Aroma entfaltet mit etwas Wasser ablöschen und die Tomaten aus dem Glas hinzufügen. (Man kann natürlich gerade im Sommer auch frische Tomaten nehmen. Allerdings verlängert sich dadurch die Kochzeit und auch der Aufwand erhöht sich.)
  4. Zugedeckt auf kleiner Flamme etwa 20 Minuten lang dünsten lassen bzw. bis die Paprika weich sind. Mit Salz abschmecken und mit Reis servieren.
Rezept Hinweise

Die ganze Paprika mit Öl einreiben und im heißen Backofen bei 240°C von allen Seiten backen, bis sich die Haut dunkel zu verfärben beginnt und Blasen wirft. Das dauert ca. 20 Minuten. Zugedeckt abkühlen lassen. Danach lässt sich die Haut besser abziehen.


Mahlzeit!

6 Comments

  • comment-avatar
    Dalia 1. August 2017 (7:36)

    Also bei uns gab es gestern auch Letscho, aber mit frischen Tomaten aus dem Garten, und das war das beste Letscho ever! Ich werde wohl in Zukunft auch etwas Tomatenmark dazu geben, weil so hat es geschmeckt…
    Übrigens, du könntest ja der Ästhetik-halber auch Lecsò schreiben, so heißt das ungarische Original… Klingt doch gleich viel exotischer!

    • comment-avatar
      Anja 1. August 2017 (10:58)

      Hallo Dalia! Also um den Garten bzw. die eigenen Tomaten daraus beneide ich dich jetzt…:) Ich finde auch, dass ein Letscho mit frischen Tomaten noch ein bisschen besser schmeckt! Wenn Zeit, Aufwand und Kosten aber gering gehalten werden müssen und man keinen eigenen Garten hat, dann kann man hier, finde ich, ruhig auch zu einem guten Produkt aus dem Glas greifen. In Sachen Fancyness hätte die Originalschreibweise vielleicht noch ein paar Punkte eingefahren, ich hab mich aber dennoch dagegen entschieden, weil ich meine, dass der Anblick allein schon echt was hermacht und spätestens beim Probieren werden dann sowieso alle Fans von Letscho! :) LG, Anja

      • comment-avatar
        Dalia 26. August 2017 (22:49)

        Ich habe deine Antwort erst jetzt gesehen. Mein Garten ist nur 5 qm groß, also ein besserer Balkon, die Tomaten wachsen auch in einem Kübel, gedeihen aber sehr gut. Die Sorte machte, weiß aber nicht welche es ist, weil ich die Samen von gekauften Tomaten verwendet habe. Aber ich teile gerne, falls du einen sonnigen Balkon hast.

        • comment-avatar
          Anja 28. August 2017 (9:33)

          Danke, dass ist ja lieb von dir! Leider habe ich einen Schattenbalkon und da wird ja eher wenig…mehr als Kräuter und entsprechende Pflücksalate sind bei mir daher nicht vertreten. Mangold soll auch gut klappen… Tomaten werden jedoch mit den knapp 2 h Sonne am frühen Morgen wohl wenig zufrieden sein. Aber nochmal danke für das liebe Angebot! <3

  • comment-avatar
    Marjorie 1. August 2017 (11:48)

    Liebe Anja,
    wow und fantastisch .. dein Letscho sieht trotz der Einfachheit des Rezeptes und Aufwandes sehr sehr lecker aus! Ich bin ein riesengroßer Fan davon und meist ist eine große Pfanne viel zu wenig. Ich hab mein Rezept von meiner Schwiegeroma, aber ich freue mich schon sehr darauf deine Variante nach zu kochen.

    Dankeschön für den tollen Input!

    Alles Liebe,
    Marjorie

    • comment-avatar
      Anja 1. August 2017 (16:33)

      Danke, liebe Marjorie! Es schmeckt auch wirklich gut! Lecker kann oft so einfach sein… ;-)

sechzehn + 17 =