Bombastisches Baba Ganoush

In der österreichischen Küche gibt es viele tolle Gerichte und Zutaten. Ich sag‘ nur: Kürbiskernöl. – Das passt immer und überall! Dennoch stammen viele meiner Lieblingsspeisen aus fremdländischen Küchen bzw. fusionieren bei mir mit der heimischen. Hat zum Beispiel der Kürbis Saison und die ersten verregneten Herbsttage sind da, muss ich sofort ein Kürbis-Curry kochen. Die vielen verschieden Gewürze, die dabei zum Einsatz kommen, sind an einem kalten Tag wie eine warme Decke, in die man sich kuschelt. Auch im Sommer reise ich mit meinem Teller gern in andere Länder. Solch einen „Kurzurlaub“ habe ich vor einigen Tagen erst gemacht. In den arabischen Raum. Und zwar mit Baba Ganoush. Das ist eine Creme, die hauptsächlich aus Auberginen besteht. In Ländern der arabischen Küche findet man Baba Ganoush auf jedem Vorspeisenteller.


Baba Ganoush – Achtung, knowledge drop ;-) – heißt übersetzt übrigens soviel wie ‚beleidigter Papa’. Warum und wieso, weiß ich nicht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass diese Creme jemals einem Papa die Laune verhagelt hat. Vielmehr glaube ich, dass er furchtbar beleidigt war, weil vom Baba Ganoush nichts mehr übrig war, als er heimgekommen ist. :-)

Weil die einfachsten Dinge am besten sind, servier‘ ich Baba Ganoush meist mit nichts als Fladenbrot. Dieses Mal aber, da der Ofen schon mal an und noch Paprika im Kühlschrank waren, hab ich gleich auch Ajvar gemacht. – Doppelt gedipt ist das neue doppelt gemoppelt. :-)

Das schöne Photo kommt übrigens wieder einmal vom lieben Thorsten Urschler von Heldentheater.


Zutaten:

1 1/2 Stk Auberginen (groß; 1 Hälfte, habe ich für den Ajvar verwendet)
2 Stk Knoblauch
5 TL Tahina (weiß; Reformhaus))
1 Stk halbe Zitrone
1 EL Lavendel-Olivenöl
Fleur de Sel (Reformhaus)
Pfeffer (weiss)


Zubereitung:

Die Auberginen mit Olivenöl einreiben und im Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze grillen bis sie weich werden und zusammenfallen. Das dauert bei großen Auberginen ca. 50 Minuten. Währenddessen 4 Mal wenden, 1 Mal auf jede Seite. Aus dem Ofen nehmen, halbieren, das Fleisch der Auberginen herauskratzen und pürieren. Die Knoblauchzehen fein hacken. Den Knoblauch, die Tahina undden  Zitronensaft mit dem Auberginenpüree verrühren. Mit Fleur de Sel, Pfeffer und Lavendel-Olivenöl abschmecken.

Top Tipp → Lavendel-Olivenöl verleiht dem Baba Ganoush ein besonders weiches Aroma und wirkt der leichten Bitternote der Tahina entgegen.

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