Smokey Süßkartoffel-Pommes

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Pommes rot-weiß ist eine meiner Leibspeisen aus Kindertagen. Während der Sommerferien hab’ ich davon unzählige Portionen im Söchauer Freibad verdrückt. Irgendwann ist dann McDonald’s gekommen. Schnell waren sich alle einig, dass die Pommes bei McDonald’s am besten schmecken. Meine Mama sagt das heute noch. Wenn ich daran denke, weiß ich gar nicht wovon mir mehr graust, dem mitunter ziemlich abgestandenen Fritteusen-Fett, in dem sie herausgebacken werden, oder der Unmenge Haltbarmacher und Zucker, die sie in Form von Ketchup und Mayo bzw. Sour Cream Dip begleitet.
Versteht mich nicht falsch, ich mag Pommes Frites. Allerdings bevorzuge ich sie mittlerweile 1. selbstgemacht und 2. als Wedges. Am liebsten hab’ ich Pommes aber, wenn sie nicht aus Erdäpfeln sondern Süßkartoffeln gemacht sind.
Dass ich eine Schwäche für Süßkartoffeln habe und auch klassische Erdäpfel-Gerichte damit zubereite, wird den aufmerksameren LeserInnen unter euch nicht entgangen sein. Ich mag den leicht süßen Geschmack der Batate –wie man Süßkartoffeln auch nennt – einfach unglaublich gern. Abgesehen vom Geschmack spricht für Süßkartoffeln ihr Nährwert. Trotz ihres Zuckergehaltes haben Süßkartoffeln nämlich relativ wenig Kalorien, sind fettarm und reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Die bei uns vor allem bekannte orangefleischige Variante enthält zudem das Provitamin Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A. Dadurch wirkt die orangene Süßkartoffel zellschützend und stärkt unsere Abwehrkräfte.
Süßkartoffel-Pommes sind somit genau das richtige für kalte Wintertage, an denen einem zu Mittag der Sinn eher nach einem Snack als einem herkömmlichen Messer-Gabel-Gericht steht.
Richtig fein wird dieses Finger Food, wenn man ihn mit Kräutern und/oder ein bisschen aufmotzt. Ich hab’ heute mal etwas ganz Neues probiert und den Süßkartoffel-Pommes eine rauchige Schärfe verpasst. Das passt ja sowas von gut!
Ein Dip dazu ist natürlich Pflicht! Von meinem astreinen Ajvar war zwar noch was da, ich hab’ aber versuchen wollen, wie der Wasabi-Koriander-Dip dazu kommt, den ich gern zu einem Raclette-Essen serviere. Ich kann euch sagen, der kommt richtig gut!! Aiman sagt: „DAS hat was!“

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Zutaten (für 2 Personen):

2 Stück mittelgroße Süßkartoffeln (geschält 500 g)
1 EL Sesamöl (man kann natürlich auch ein anderes nehmen)
1 gestrichener TL Pimento Roja (VDB Gewürze & Spezialitäten Graz)
1/3 TL Pimentón de La Vera (VDB Gewürze & Spezialitäten Graz)
1 TL Himalaya Salz
1 TL Pfeilwurzelmehl (Reformhaus)

Top Tipp  → Durch das Pfeilwurzelmehl werden die Süßkartoffel-Pommes schön kross. Das hab‘ ich von dem Blog A boy from stonage. Danke recht herzlich! :-)

Zubereitung:

Die Süßkartoffeln schälen und in Stifte ( ca. 1 cm Durchmesser) schneiden.

Tip Top Tipp → Die Süßkartoffel-Stifte für 30 Minuten oder 1 Stunde in eine Schüssel mit gesalzenem Wasser legen.Durch das Wassern wird den Süßkartoffeln Zucker bzw. Stärke entzogen, die bei hoher Hitze in krebserregendes Acrylamid umgewandelt wird. Wenn ihr die Pommes im Bachrohr zubereitet, ist das nicht notwendig, wohl aber wenn ihr sie in der Fritteuse macht. Wenn ihr Phobiker seid wie ich, verpasst ihr ihnen so oder so ein Wasserbad.

Danach die Kartoffel trocken tupfen, mit dem Pfeilwurzelmehl in einen Gefrierbeutel packen und schütteln, damit sich das Pfeilwurzelmehl gleichmäßig über die Süßkartoffel-Stifte verteilt. In einer großen Schüssel die Gewürze und das Salz mit dem Öl verrühren. Die Stifte aus dem Beutel in die Schüssel geben und mit den Händen die Süßkartoffel-Stifte mit dem Gewürzöl einreiben. Die Stifte auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Pommes sollen sich nicht berühren! Bei 200°C Umluft auf die oberste Schiene ins vorgeheizte Backrohr geben und ca. 20 Minuten backen. Dann die Stifte umdrehen und weitere 10 Minuten backen. Die Süßkartoffel-Pommes sollen schön kross, aber nicht verbrannt sein. Da die Zeiten von Backrohr zu Backrohr variieren, empfehl‘ ich euch beim ersten Mal öfters nach den Pommes zu sehen. Vor dem Anrichten mit Salz bestreuen und gemeinsam mit dem Wasabi-Koriander-Dip servieren. Guten Appetit! :D

4 Comments

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    Verena 1. Februar 2015 (11:34)

    nom nom ich komm gern mal zum testessen vorbei ;)

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    Diana 12. Februar 2015 (9:54)

    Hab bis jetzt die Süßkartoffel nicht gekostet – shame on me. Wollte aber schon ein Kuchen mit Sürkartoffel machen…bin leider bis jetzt nicht dazu gekommen.

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      Anja Sammer 12. Februar 2015 (10:01)

      Aber geh, sei nicht so hart zu dir! ;-) Backen mit Süßkartoffel steht auch schon lange auf meiner Liste…Ich hebe meine vormittägliche Tasse Tee, auf dass wir es bald schaffen! :-)

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